{"id":23,"date":"2016-12-23T13:19:26","date_gmt":"2016-12-23T12:19:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thrips-id.com\/?page_id=23"},"modified":"2024-02-02T17:05:11","modified_gmt":"2024-02-02T16:05:11","slug":"evolution","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thrips-id.com\/de\/thripse\/evolution\/","title":{"rendered":"Evolution"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong><span style=\"color: #000000;\">Zeitliche Entstehung\u00a0der Thysanoptera<\/span><\/strong>[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706889906269-58aa7d9145b0a4342db443524f00972d-10&#8243; include=&#8220;603,4012,601,4348,604,2805&#8243;][vc_column_text]Innerhalb der Insekten stellen die Acercaria eine gro\u00dfe Gruppe dar, die einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen evolution\u00e4ren Erfolg aufweist. Zu ihnen geh\u00f6ren die Hemiptera (Echte Wanzen, Zikaden, Blattl\u00e4use, Wei\u00dfe Fliegen und Schildl\u00e4use) sowie die kleineren Schwesterlinien Psocodea (Rindenl\u00e4use, Tierl\u00e4use) und die \u00dcberordnung Thripida. In Anbetracht rezenter Arten wird Thripida \u00fcblicherweise auf dem Niveau einer Ordnung als Synonym von Thysanoptera benutzt. Genaugenommen umfasst Thripida jedoch die Thysanoptera im engeren Sinne und die fossile Ordnung Lophioneurida. Letztere wird als eine Gruppe von Vorfahren der Thysanoptera, als eng verwandte Stammgruppe oder auch als eine fr\u00fche paraphyletische Linie diskutiert. Die tats\u00e4chliche Beziehung zwischen beiden ist strittig.<\/p>\n<p>Aus der fossilen Ordnung Lophioneurida sind ca. 50 verschiedene Arten aus knapp 20 Gattungen bekannt. Der Hochpunkt ihrer Verbreitung lag wohl im Perm. W\u00e4hrend des mittleren Perms entstanden aus einer der Untergruppen der Lophioneurida \u2013 vermutlich die Linie, in die die Gattung <em>Zoropsocus<\/em> eingeordnet wird \u2013 die Thysanoptera. Aus der Trias sind nur wenige Fossilien verf\u00fcgbar, aber diese Periode ist wahrscheinlich eine sehr wichtige Zeit in Bezug auf die Evolution innerhalb der Thripida, da hier die ersten Thysanopterenformen entstanden (<em>Triassothrips virginicus<\/em>,\u00a0<em>Kazachothrips triassicus<\/em>; Triassothripidae). Auch im Jura waren die Lophioneuriden immer noch h\u00e4ufiger und weiter verbreitet als die Thysanoptera. Ihr R\u00fcckgang ist aber dann seit der fr\u00fchen Kreide offensichtlich, also zeitgleich mit dem vielf\u00e4ltigeren Auftreten aeolothripider Thysanoptera. Die Lophioneurida sind h\u00f6chstwahrscheinlich noch vor dem Beginn des Pal\u00e4ogens ausgestorben.<\/p>\n<p>Fossilien offenbaren eine enge Verwandtschaft der Lophioneurida mit den Thysanoptera. Sie hatten bereits grundlegende Merkmale, die den Kopf und die Mundwerkzeuge der heutigen Thysanoptera ausmachen, einschlie\u00dflich eines asymmetrischen Mundkegels, mit stilettartig ausgebildeten Mandibeln und Laciniae (innere Kaulade der Maxille). Zudem war zumindest bei einigen Formen auch die rechte Mandibel bereits reduziert oder ganz zur\u00fcckgebildet, wie bei den heutigen Thysanopteren. Soweit aus Fossilien ersichtlich, hatten zumindest einige Arten auch Arolien (Haftlappen an den Tarsen) und Fl\u00fcgel mit langen Fransenhaaren. Diese Auspr\u00e4gungen k\u00f6nnten ebenfalls auf eine Verwandtschaft mit den Thysanoptera hindeuten, auch wenn diese Merkmale analog bei einigen anderen Insekten kleiner K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe auftreten. Neuere Untersuchungen lassen sogar R\u00fcckschl\u00fcsse darauf zu, dass die Nahrungsaufnahme der Lophioneurida h\u00f6chstwahrscheinlich der der vieler Thysanoptera sehr \u00e4hnlich war. Einstichl\u00f6cher in fossilen Progymnospermen-Sporen aus dem Perm deuten auf ein sogenanntes Punch-and-Suck-Verhalten hin, wie es auch von rezenten Thripsen bekannt ist, die Pollenk\u00f6rner zur Ern\u00e4hrung anstechen. Die Tiere stechen dabei mit ihrer linken Mandibel durch nickende Kopfbewegungen L\u00f6cher in das Pollenkorn, um den Inhalt auszusaugen. Aus der Kreidezeit sind allerdings auch Thysanopteren bekannt, die sich von Pilzsporen ern\u00e4hrten, so wie viele rezente Arten der Familien Phlaeothripidae und Merothripidae.<\/p>\n<p>Chronologisch d\u00fcrfte also die\u00a0Entstehung der Ordnung Thysanoptera\u00a0zwischen dem Perm und der Trias liegen. In sp\u00e4teren Schichten des Mesozoikum (insbesondere aus der Kreide) sind dann zunehmend fossile Thysanopteren zu finden, die meist heute noch existierenden Familien zugeordnet werden k\u00f6nnen. Inklusen in libanesischem Bernstein belegen, dass fossile Thysanopteren bereits vor 140 bis 120 Millionen Jahren (Hauterive, Neokom) alle Merkmale der heutigen Arten ausgebildet hatten.<\/p>\n<p>Aus den sp\u00e4teren Perioden finden sich fossile Thysanopteren recht h\u00e4ufig als Bernsteininklusen. Besonders viele Arten\u00a0wurden aus baltischem Bernstein aus dem Eoz\u00e4n (ca. 40 Mio. Jahre alt) beschrieben. Zum Teil liegen f\u00fcr diese Fossilien\u00a0sogar\u00a0mehr oder weniger brauchbare\u00a0Bestimmungsschl\u00fcssel vor. Leider\u00a0beinhalten vor allem die fr\u00fchen Arbeiten meist nur diagnostische Beschreibungen und lassen\u00a0nur in Ausnahmen\u00a0durch die Beurteilung von Syninklusen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die einstigen Lebensbedingungen der Arten zu.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Zeitliche Entstehung\u00a0der Thysanoptera[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706889906269-58aa7d9145b0a4342db443524f00972d-10&#8243; include=&#8220;603,4012,601,4348,604,2805&#8243;][vc_column_text]Innerhalb der Insekten stellen die Acercaria eine gro\u00dfe Gruppe dar, die einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen evolution\u00e4ren Erfolg aufweist. 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