{"id":2828,"date":"2017-02-05T21:10:21","date_gmt":"2017-02-05T20:10:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thrips-id.com\/de\/?page_id=2828"},"modified":"2024-02-02T17:10:21","modified_gmt":"2024-02-02T16:10:21","slug":"fossile-thripse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thrips-id.com\/de\/sammlung\/fossile-thripse\/","title":{"rendered":"Fossile Thripse"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<span style=\"color: #000000;\"><strong>Fossile Thripse &#8211; Pal\u00e4oentomologie an der Grenze des M\u00f6glichen<\/strong><\/span>[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706890199823-0f1dadc5ad8ec2f7ceb9c049f947f9db-5&#8243; include=&#8220;2845,2841,2839,2838,2847,2856&#8243;][vc_column_text]Die Arbeit an fossilen Thripsen stellt einen ganz besonderen Reiz dar, ist aber gleichzeitig\u00a0eine nicht zu untersch\u00e4tzende Herausforderung. Viele Faktoren, wie die\u00a0winzige Gr\u00f6\u00dfe der Fossilien an sich, deren Lage und Zustand, aber auch die Matrix, in der das Fossil eingeschlossen ist, nehmen Einfluss auf die Erkennbarkeit wichtiger Merkmale. Abdr\u00fccke in Kalk, Kohle oder Kalisalzen sind meist schlecht erhalten und dadurch f\u00fcr eine Bestimmung\u00a0oder Beschreibung nur in Ausnahmef\u00e4llen\u00a0verwertbar. Als \u00bbFenster in vergangene Zeiten\u00ab hingegen ist Bernstein bekannt. Wie viele andere Insekten sind auch Thysanopteren als Inklusen in den fossilen Harzen &#8211; die zum Teil 120 Mio. Jahre alt\u00a0sein k\u00f6nnen\u00a0&#8211; oft in hervorragendem Zustand zu finden. Der Blick in die Vergangenheit kann aber auch im Bernstein getr\u00fcbt sein: Risse und\u00a0Eintr\u00fcbungen\u00a0im Harz, Luftblasen oder Syninklusen k\u00f6nnen wichtige Bestimmungsmerkmale verbergen. Zudem kann\u00a0die Beurteilbarkeit dieser Merkmale durch Unebenheiten an\u00a0der Oberfl\u00e4che der Bernsteine,\u00a0und die daraus resultierenden\u00a0optischen Verzerrungen, erschwert sein. Besonders stark\u00a0sind die negativen Einfl\u00fcsse, wenn die Inkluse tief im Harz liegt. H\u00e4ufig bewegt sich die Arbeit mit\u00a0fossilen Arten\u00a0nahe am Limit der\u00a0Durchf\u00fchrbarkeit. In vielen F\u00e4llen ist\u00a0erst nach der Pr\u00e4paration zu erkennen, ob eine Inkluse tats\u00e4chlich den Anforderungen f\u00fcr taxonomische Studien entspricht.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1485905625409{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][vc_column_text]<strong>Pr\u00e4paration<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr wissenschaftliche Untersuchungen\u00a0ist\u00a0es\u00a0immer\u00a0unumg\u00e4nglich, so nahe wie m\u00f6glich von oben und unten an die eingeschlossenen Insekten heranzuschleifen.\u00a0So entstehen d\u00fcnne Bernsteinscheibchen, die man zur Konservierung und besseren Handhabung in Kunstharz einschlie\u00dft. Sinnvoll ist es dabei Kunstharzbl\u00f6cke herzustellen, die in ihren Ma\u00dfen Standard-Objekttr\u00e4gern entsprechen und in denen das Fossil exakt mittig liegt. Letzteres erleichtert die Arbeit bei Artenvergleichen, da man nicht erst das Objekt suchen muss. Eine Anleitung zur Herstellung solcher Kunstharzpr\u00e4parate finden Sie im Folgenden:<\/p>\n<p>1.) Die Thrips-Inkluse wird\u00a0am besten mit einer Diamant-Trennscheibe (Dremel) aus dem Bernstein herausges\u00e4gt. Der Thrips sollte in dem entstehenden Scheibchen\u00a0dorsoventral liegen. Dieses\u00a0Scheibchen wird nun in eine Dicke von 2 &#8211; 3mm\u00a0geschliffen, und\u00a0aufpoliert (Nassschleifpapier: K\u00f6rnungen 400, 1000, 2000, 3000, 5000; dann Poliertuch mit Zahnpasta).<\/p>\n<p>2.) Das Scheibchen wird nun in eine Negativ-Form gelegt. Der Thrips\u00a0liegt dabei zentriert und mit dem Kopf zum unteren Rand hin ausgerichtet. Nun erfolgt die Einbettung\u00a0in\u00a0Kunstharz (XOR-Chrystal-Resin).<\/p>\n<p>3.) Nach dem Aush\u00e4rten wird der Rohling der Form entnommen und auf die Gr\u00f6\u00dfe eines Standard-Objekttr\u00e4gers (76 x 26 mm) zugeschliffen.<\/p>\n<p>4.) Nach Aufpolieren der Seiten und Kontrolle der Lage der Inkluse wird nun unter Wasserk\u00fchlung die Fl\u00e4che des Rohlings\u00a0mit den oben genannten K\u00f6rnungen plan abgeschliffen. Abschlie\u00dfend wird der fertige Kunstharzblock\u00a0aufpoliert.<\/p>\n<p>5.) Da beim Schliefen meist auch der Bernstein mit angeschliffen wird, sollte dieser erneut gegen Oxidation gesch\u00fctzt werden. Hierzu kann man unter Staubschutz die aufpolierten Kunstharzbl\u00f6cke in Lack tauchen. Besonders geeignet ist der\u00a0Einkomponenten-Polyurethan-Lack <a href=\"http:\/\/www.ruegg-shop.de\/gfk-boot\/polyesterharze\/acruedur-r40\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Acr\u00fcdur R40<\/a> (Adolf C.C. R\u00fcegg GmbH &amp; Co, Norderstedt).<\/p>\n<p>Neben\u00a0der guten\u00a0Sichtbarkeit der Inkluse und\u00a0der hervorragenden Handhabbarkeit solcher Pr\u00e4parate, bietet die Gr\u00f6\u00dfe der Standard-Objettr\u00e4ger die M\u00f6glichkeit der Aufbewahrung in herk\u00f6mmlichen Pr\u00e4paratek\u00e4sten.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1485905727942{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][vc_column_text]<strong>Mikroskopische Untersuchung<\/strong><\/p>\n<p>Die mikroskopische Untersuchung der winzigen Inklusen erfordert\u00a0spezielle Untersuchungstechniken und eine besondere optische Ausstattung. Die\u00a0Betrachtung der Pr\u00e4parate im Durchlicht\u00a0ist nicht m\u00f6glich, da die Inklusen hier lediglich als schwarze Umrisse erscheinen. Die besten Resultate erzielt man durch eine Kombination von schwachem Durchlicht, mit dem Aufflicht mehrerer LED-Lampen. Farbfilter k\u00f6nnen dabei helfen, die Inkluse optisch\u00a0von\u00a0der gelblichen Matrix abzuheben.<\/p>\n<p>Um \u00fcberhaupt von oben beleuchten zu k\u00f6nnen, sind besondere Mikroskopobjektive mit weitem Arbeitsabstand notwendig (z.B.\u00a0Nikon M Plan 20x ELWD 210mm und\u00a0M Plan 40x ELWD 0.5NA 210mm).[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Fossile Thripse &#8211; Pal\u00e4oentomologie an der Grenze des M\u00f6glichen[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706890199823-0f1dadc5ad8ec2f7ceb9c049f947f9db-5&#8243; include=&#8220;2845,2841,2839,2838,2847,2856&#8243;][vc_column_text]Die Arbeit an fossilen Thripsen stellt einen ganz besonderen Reiz dar, ist aber gleichzeitig\u00a0eine nicht zu untersch\u00e4tzende Herausforderung. 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