{"id":485,"date":"2016-12-29T12:09:35","date_gmt":"2016-12-29T11:09:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thrips-id.com\/de\/?page_id=485"},"modified":"2025-12-13T00:04:48","modified_gmt":"2025-12-12T23:04:48","slug":"thripse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thrips-id.com\/de\/thripse\/","title":{"rendered":"Thripse"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<span style=\"color: #000000;\"><strong>Thysanopteren heben sich sowohl morphologisch als auch in ihrer Entwicklung deutlich von anderen Insektenordnungen ab<\/strong><\/span>[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706889813893-0188faa77a8d11e6a3ae77a80d1ae474-0&#8243; include=&#8220;2795,534,537,535,536,541&#8243;][vc_column_text]<strong>Name:<\/strong>\u00a0Fransenfl\u00fcgler sind unter verschiedenen Namen bekannt: Wissenschaftlich werden sie Thysanoptera genannt. Synonym im Gebrauch sind: Thysanopteren, Thripse und Gewittertierchen, -w\u00fcrmer oder -fliegen. Veraltet ist die Bezeichnung Blasenf\u00fc\u00dfe oder Physopoda. Der Name Fransenfl\u00fcgler geht auf die ausgepr\u00e4gten Fransens\u00e4ume an den\u00a0Fl\u00fcgelr\u00e4ndern der Tiere zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch der heute gebr\u00e4uchliche wissenschaftliche Name setzt sich aus den altgriechischen Worten <em>\u03b8\u03cd\u03c3\u03b1\u03bd\u03bf\u03c2<\/em> (thysanos\u00a0= Franse) und \u03c0\u03c4\u03b5\u03c1\u03cc\u03bd (pteron\u00a0= Fl\u00fcgel) zusammen. Der im Deutschen oft nur auf pflanzensch\u00e4digende Arten bezogene Name\u00a0Thrips\u00a0leitet sich vom griechischen Wort <em>\u03b8\u03c1\u03af\u03c8<\/em> (ips\u00a0= Holzwurm) ab und deutet darauf hin, dass viele Arten auch an verpilztem Holz Lebensr\u00e4ume finden.<\/p>\n<p>Der veraltete Name\u00a0Blasenf\u00fc\u00dfe\u00a0(Physopoda) leitet sich von den stark vergr\u00f6\u00dferten Haftlappen (Arolia) an den Endgliedern der F\u00fc\u00dfe (Praetarsi) ab, die urspr\u00fcnglich f\u00e4lschlicherweise als Blase interpretiert wurden.<\/p>\n<p>Bei Schwarmfl\u00fcgen wird das Erscheinen der winzigen Insekten schnell spektakul\u00e4r: Vor allem \u00fcber Getreidefeldern erheben sich dann Myriaden von Individuen &#8211; oft dunklen Wolken gleichend &#8211; in die Luft. Solche Ereignisse treten besonders bei schw\u00fclwarmer Witterung, also an Tagen mit hoher Gewitterwahrscheinlichkeit auf. Dieses Schwarmverhalten einiger Taxa (<em>Limothrips<\/em>) brachte den Thysanopteren allgemein &#8211; vermutlich schon lange bevor sie 1744 \u00fcberhaupt als eigene Insektenordnung erkannt wurden &#8211; den Namen\u00a0Gewitterfliegen\u00a0ein.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1485905625409{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][vc_column_text]<strong>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe:<\/strong> Fransenfl\u00fcgler sind meist nur ein bis drei Millimeter lang. Ihre K\u00f6rperform ist schlank und gestreckt. Sie\u00a0bewegen sich oft typisch schl\u00e4ngelnd (\u00bbwurmartig\u00ab), so dass man sie trotz der kleinen Gr\u00f6\u00dfe leicht von anderen Insekten unterscheiden kann. Riesenformen, bis etwa 15mm K\u00f6rperl\u00e4nge, finden sich ausschlie\u00dflich in tropischen Gebieten.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1485905678726{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][vc_column_text]Die stechend-saugenden <strong>Mundwerkzeuge<\/strong> der Thysanopteren sind nach hinten gerichtet. Labrum, Stipes und Labium bilden dabei einen asymmetrischen Mundkegel. Teilweise ist auch der Anteclypeus asymmetrisch geformt. Im Inneren ist dieser mit drei Stechborsten versehen: Einem unpaaren Mundstachel, der von der linken Mandibel gebildet wird und den paarigen stilettf\u00f6rmigen Laciniae. Alle Stechborsten k\u00f6nnen in den Mundkegel und bei vielen Arten weit in die Kopfkapsel zur\u00fcckgezogen werden. Die Asymmetrie des Mundkegels ist bereits w\u00e4hrend der Embryonalentwicklung zu erkennen. So wird das Wachstum der rechten Mandibel schon sehr fr\u00fch gehemmt.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1485905727942{padding-top: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][vc_column_text]Die\u00a0<strong>postembryonale Entwicklung<\/strong>\u00a0verl\u00e4uft \u00fcber zwei fra\u00dfaktive Larvenstadien und zwei bzw. (bei den Phlaeothripidae) drei Nymphenstadien, die zwar beweglich sind, jedoch keine Nahrung aufnehmen. Innerhalb der Hemipteroidea werden die Thysanoptera den Paraneoptera zugeteilt. Ihre Entwicklung jedoch unterscheidet sie von den Schwestergruppen. Thysanopteren haben sich als hemimetabole Insekten wohl unabh\u00e4ngig hin zur Holometabolie entwickelt. Ihre Form der Entwicklung wird (innerhalb der Neometabolie) als <em>remetabol<\/em> bezeichnet.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Thysanopteren heben sich sowohl morphologisch als auch in ihrer Entwicklung deutlich von anderen Insektenordnungen ab[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706889813893-0188faa77a8d11e6a3ae77a80d1ae474-0&#8243; include=&#8220;2795,534,537,535,536,541&#8243;][vc_column_text]Name:\u00a0Fransenfl\u00fcgler sind unter verschiedenen Namen bekannt: Wissenschaftlich werden sie Thysanoptera genannt. Synonym im Gebrauch sind: Thysanopteren, Thripse und Gewittertierchen, -w\u00fcrmer oder -fliegen. Veraltet ist die Bezeichnung Blasenf\u00fc\u00dfe oder Physopoda. 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