{"id":565,"date":"2016-12-29T23:39:34","date_gmt":"2016-12-29T22:39:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thrips-id.com\/de\/?page_id=565"},"modified":"2024-02-02T17:05:55","modified_gmt":"2024-02-02T16:05:55","slug":"gewittertierchen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thrips-id.com\/de\/thripse\/gewittertierchen\/","title":{"rendered":"Gewittertierchen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<span style=\"color: #000000;\"><strong>Gewittertierchen &#8211; was dahinter steckt &#8230;<\/strong><\/span>[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706889951396-ef041b61b0e1c681537da78976143895-3&#8243; include=&#8220;3204,2812,576,581,580,2813&#8243;][vc_column_text]Viele abiotische Faktoren bestimmen das Flugverhalten von Thysanopteren. So z.B. Licht, Tagesl\u00e4nge, Wind, Luftdruck und nat\u00fcrlich auch die relative Luftfeuchte und die Temperatur. Schwarmfl\u00fcge einiger Arten (v.a.\u00a0<em>Limothrips cerealium<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Limothrips denticornis, <\/em>aber auch<em> Frankliniella intosa<\/em>) treten oft an warmen, trockenen Sommertagen auf. Die ausl\u00f6senden Faktoren zum Schw\u00e4rmen\u00a0an sich\u00a0(also dem Abflug aus aus den Habitaten) sind dabei Temperaturen von mindestens 20\u00b0C, best\u00e4ndiges Wetter und ein Taupunkt zwischen 5\u00b0C und 15\u00b0C. Nat\u00fcrlich kann an solchen Tagen auch eine gewisse Gewitterwahrscheinlichkeit herrschen und dadurch das Ph\u00e4nomen des Massenauftretens der Tiere an Gewitter gekoppelt erscheinen.<\/p>\n<p>Gewittersituationen nehmen durch elektrische Feldschwankungen durchaus gro\u00dfen Einfluss auf das Verhalten vieler Tiere, so auch auf Thysanopteren. Allerdings nicht in der Art, dass diese dabei nun g\u00fcnstige Witterungsbedingungen f\u00e4nden; das massenhafte Auftreten der Tiere wird keineswegs durch das Gewitter initiiert. Vielmehr versuchen die in s\u00e4mtliche Luftschichten dispergierten Thysanopteren in Massen zum Boden zu gelangen und zu landen. Hier\u00a0steigert\u00a0sich ihre Individuendichte. Als Ausl\u00f6ser dieses Verhaltens kommen nach bisherigen Erkenntnissen ausschlie\u00dflich \u00c4nderungen der elektrischen Feldst\u00e4rke in der Luft in Betracht, die bei Gewittersituationen 50kV\/m erreichen k\u00f6nnen (normal: 0,1kV\/m), oder die hohe Dichte unipolarer Ionen. Auch von anderen Insekten ist bekannt, dass deren lokomotorische Aktivit\u00e4t durch hohe Feldst\u00e4rken negativ beeinflusst wird. So verh\u00e4lt sich\u00a0<em>Drosophila<\/em> (Diptera: Drosophilidae) bei einer Feldst\u00e4rke von 6kV\/m recht inaktiv. Bei 75kV\/m werden die Fliegen dann v\u00f6llig inaktiv. Insekten kleiner K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe werden durch \u00c4nderungen der elektrischen Feldst\u00e4rke besonders beeinflusst und stellen jegliche Flugaktivit\u00e4t bei ca. 8kV\/m ein.<\/p>\n<p>Als Rezeptoren elektrischer Feldst\u00e4rken kommen bei Thysanopteren die kegel- oder gabelf\u00f6rmigen Sensoren (am dritten und vierten F\u00fchlerglied) in Betracht.<\/p>\n<p>Die in Massen auftretenden Tierchen werden l\u00e4stig, da sie angelockt v.a. von gelber\/wei\u00dfer Kleidung auch auf dem Menschen landen und nun versuchen sich zu verkriechen. Dabei gelangen sie auch auf die Haut. Da man an schw\u00fclwarmen Tagen schwitzt, saugen die Tiere Schwei\u00df und dringen so nicht selten mit ihren Maxillen in die Haut ein. Die Folge sind Juckreizerscheinungen und eventuelle Entz\u00fcndungen bei empfindlichen Menschen.\u00a0Ein wirkliches Blutsaugen wurde nach Literaturangaben bisher nur bei\u00a0wenigen Arten\u00a0(z.B.\u00a0<em>Karnyothrips flavipes<\/em>) nachgewiesen.<\/p>\n<p>Was aber passiert mit den Thysanopteren, wenn das Gewitter da ist?<\/p>\n<p>Niederschl\u00e4ge d\u00fcrften neben K\u00e4lte der gef\u00e4hrlichste abiotische Faktor f\u00fcr Thysanopteren sein. Ihr Verhalten sich zu verkriechen (Thigmotaxis) bedingt zwar, dass viele Individuen im Schutz kleiner Spalten oder in Blattscheiden \u00fcberleben. Zudem erm\u00f6glicht ihr hydrophobes Integument, dass sie &#8211; einmal weggesp\u00fclt &#8211; im Wasser an der Oberfl\u00e4che bleiben und in Pf\u00fctzen wieder ans Trockene gelangen k\u00f6nnen. Dennoch zeigen Untersuchungen, dass Thysanopterenpopulationen durch Regen allgemein stark dezimiert werden.<\/p>\n<p>Thysanopteren wurden nicht nur mit Gewittern in Verbindung gebracht: Im Sommer 1853 traten in D\u00e4nemark hohe Thysanopteren-Abundanzen in Korrelation mit hohen Infektionsraten durch Cholera auf.\u00a0Dies brachten den Tierchen schnell den Namen \u00bbCholera-Fliegen\u00ab ein.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Gewittertierchen &#8211; was dahinter steckt &#8230;[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8220;2&#8243; item=&#8220;mediaGrid_ScaleInWithIcon&#8220; grid_id=&#8220;vc_gid:1706889951396-ef041b61b0e1c681537da78976143895-3&#8243; include=&#8220;3204,2812,576,581,580,2813&#8243;][vc_column_text]Viele abiotische Faktoren bestimmen das Flugverhalten von Thysanopteren. So z.B. 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